Gemeindewappen 2019-11-05T15:49:32+00:00

Gemeindewappen

WAPPEN

Wappenbeschreibung

„In Blau ein goldgesäumter roter Pfahl, darin über einem
wachsenden goldenen Abtstab drei goldene Kugeln im Dreipaß“

Das Wappen von Stallhofen

Das von der Steiermärkischen Landesregierung am 1. Juli 1985 mit Wirkung vom gleichen Tag der Gemeinde Stallhofen verliehene Wappen wurzelt zutiefst in der Geschichte des Gemeindegebietes und wird durch Zeichen der Vergangenheit zum unverwechselbaren Sinnbild der Gemeinde.

Wenn es in dem seit uralten Zeiten besiedelten Gebiet schon längst vor ersten urkundlichen Nennungen zu Landschenkungen und Besitzvergaben gekommen war, so wurde für Stallhofen doch wesentlich, daß das Benediktinerstift St. Lambrecht seinen Besitz Stallhofen und im Södingtal, Ausstattungsgut seines zweiten Stifters, Herzog Heinrichs lll. von Kärnten, um die Mitte des 12. Jahrhunderts der Zisterze Rein vertauschte, das selbst nach und neben anderen Herren königlicher und landesfürstlicher Schenkungsgüter zur vorherrschenden Grundherrschaft im mittleren und oberen Södingtal wurde und für Jahrhunderte das Geschick der Bewohner bestimmte.

Die Farben des Stiftes St. Lambrecht, Gold und Rot, und die Farben des Klosters Rein, Gold und Blau, wurden deshalb die Wappenfarben der am 2. Mai 1986 zum Markt erhobenen Gemeinde Stallhofen.

Dabei wurde, um den Regeln der Wappenkunst zu entsprechen, der rote Pfahl von Gold gesäumt und vom Blau des Schildes abgehoben. Wesentlich für ein Wappen sind nicht allein Farbe und Metall, erst seine Bilder machen es zum Sinnbild.

Mit Bestimmtheit kann gelten, daß schon bei Anlegung des Reichshofes an der Söding gleichzeitig ein Heiligtum errichtet worden ist. Der Stadelhof, ein Mustergut, wurde aufgeteilt, das Dorf Stallhofen entstand daraus; die Kirche, geweiht dem hl. Bischof Nikolaus von Myra, überdauerte, wenn auch baulich erneuert und mehrfach umgeformt, alle Jahrhunderte. Am liebsten wurden dem hl. Nikolaus, der zu den am meisten verehrten Heiligen der Alpenländer gehört, drei goldene Kugeln als Erkennungszeichen gegeben. Denn der Legende nach ermöglichte der Bischof durch Gold drei Mädchen eine standesgemäße Heirat und damit einen Lebenswandel in Würde.

Unentbehrlich war den Wandernden früherer Zeiten der Stab. Im alten Rom war er Zeichen des Freien, der Schutz und Stütze gab. Wie im Christentum der Bischof kraft seines Hirtenamtes allgemein ab dem 11. Jahrhundert einen Stab trug, erhielt auch der Abt eines Stiftes bei seiner Weihe einen Stab überreicht als Zeichen der Zucht und Bereitschaft und in einem als Sinnbild für Christus und sein Kreuz.

Der Stab, Unterstützung körperlicher Kräfte, wird zur geistigen Stütze gegen sichtbare und unsichtbare Widersacher. Auf den roten Pfahl des Wappens von Stallhofen gelegt, überhöht von den goldenen Kugeln, dem Zeichen irdischen Glücks als Unterpfand ewigen Heils, steht der Stab der einstigen Äbte für weise und gerechte Lenkung des Gemeinwesens, das selbst in Aufrichtigkeit wie ein aufrechter Pfahl zu stehen hat. So kann es, wie das Rot des Pfahles zeigt, lebensvoll sein Tun vollbringen, in Beständigkeit und Treue vor dem Blau des festgegründeten Firmaments, das durchstrahlt wird vom Gold des Himmels, dem Sinnzeichen der Unvergänglichkeit.

Dr. Heinrich J. Purkarthofer

(Landes-Oberarchivrat)

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